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MAZ am 10.April 2013    Zossener Rundschau   Autorin : Gudrun Ott

Nicht mehr kahl
Überdimensionales Bild im Rangsdorfer Rathaus-Foyer

Rangsdorfer Geschichten auf 24 Quadratmeter
hängen im Foyer des Rafhauses Rangsdorf
Bild im Rathaus Rangsdorf
Bild von Katharina Soltkahn und Ira David Kane   Foto : Gudrun Ott©
 
Überdimensionales Bild im Rathaus-Foyer erzählt
 ein Stück Rangsdorfer Geschichte
 von Gudrun Ott
©

©RANGSDORF - Die Zeit der kahlen Wände im Rathaus Rangsdorf ist vorbei. Am Montag wurde dort ein überdimensional großes Bild eingeweiht – so groß, dass es in zwei Teilen gemalt und dann zusammengefügt werden musste. Die beiden jungen Künstler Katharina Soltkahn und Ira David Kane haben das farbenfrohe Werk in relativ kurzer Zeit gemalt. Es zeigt Rangsdorfer Persönlichkeiten und Rangsdorfer Geschichte.
10 000 Euro hatte der Bauherr des Rathauses, Manfred Cieslik, für diese Arbeit gestiftet. Die große Wand im Foyer des neuen Gebäudes war eine Herausforderung, so Cieslik, und es sei nicht einfach gewesen, in der Kürze der Zeit Künstler zu finden, die sich dieser Aufgabe stellten.
Zunächst hatten die Rangsdorfer Grafikdesignerin Katharina Soltkahn und der Berliner staatlich anerkannte Künstler und Bühnenbildner Ira David Kane in der Scheune des Gemeindevertreters Detlef Schlüpen vor der dreimal acht Meter großen Leinwand gestanden. Mit dem Kälteeinbruch im Winter wurde es in der unbeheizten Scheune zu kalt. Künstler und Kunstwerk zogen in die Werkstatt von Andreas Kalusa um. Hier entstand auf 24 Quadratmetern ein Stück Rangsdorfer Geschichte. Die Leinwände sind mit Metallrahmen gefasst. Zu sehen ist auch ein historisches Stück Eisengeländer, das ehemals am Hotel „Rangsdorfer Hof“ stand. Das längst abgerissene Hotel befand sich nahe des jetzigen Rathauses.
Gedok-Galeristin und Kunstwissenschaftlerin Gerlinde Förster führte die Besucher der Vernissage zu den einzelnen Personen auf dem Bild, sprach über deren kulturelle und politische Bedeutung. Zu sehen sind Menschen, die Rangsdorf geprägt haben und noch prägen, aber auch markante Bauten des Ortes. Neben Politikern wie Bürgermeister Klaus Rocher oder dem früheren Bürgermeister Peter Gleich findet man bedeutende Sportler wie Peter Rosenow, die Schriftstellerin Eva Lippold, den Dramatiker Peter Hacks oder die Malerin Ursula Wendorff-Weidt und ihren Ehemann, den Tänzer und Choreografen Jean Weidt. Der Kämpfer im antifaschistischen Widerstand Oberst Georg Hansen wurde nicht vergessen und auch nicht die Bücker-Flugzeugwerke. Gerlinde Förster stand den beiden jungen Künstlern bei der Auswahl der Persönlichkeiten und der dargestellten Gebäude beratend zur Seite. Ihr ist wichtig, dass diese Ausstellung als ein Anfang gesehen wird.
Im großflächigen Rathausfoyer sollen weitere Ausstellungen folgen. Keinesfalls sollten sich Rangsdorfer Maler brüskiert fühlen, weil der erste Auftrag an zwei so junge Künstler vergeben wurde. Wegen des geringen Honorars, drei volle Monate haben Soltkahn und Kane gearbeitet, und allein der Rahmen des Bildes habe die Hälfte des Honorars verschlungen, hieß es. Deshalb sei der Kreis derer, die sich dieser Aufgabe annehmen wollten, begrenzt gewesen.

© (Von Gudrun Ott)